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Hexen
 
Viele weise Frauen, die in der Heilkunde den Mönchen gut das Wasser reichen konnten oder Hebammen mit ihrem Heilweissen wurden gern als Hexen angeklagt und geächtet.
 
Hexen gelten als sehr naturverbunden. Sie schöpfen ihre Macht aus den Schätzen der Natur, so erstellen sie "Zaubertränke" aus vielen Pflanzen und Kräutern.
Eine weitere, weit verbreitete Eigenschaft unter den vermeidlichen Hexen war es, dass viele von ihnen lesen und schreiben konnten. Dies war im Mittelalter, besonders bei Frauen, selten der Fall.
Hexen gelten als von Luzifer persönlich ausgewählt und mit besonderen Kräften ausgestattet und somit sowohl Heil, als auch Unheil bringen.
 
Der Glaube an Hexen, Hexenmeister und andere Menschen, die sich mit Dämonen und dem Teufel einließen entstand bereits in der Antike und im Frühenmittelalter. Es war so am einfachsten, sich ungewöhnliche Dinge zu erklären. Doch erst im Hochmittelalter verfestigte sich der Gedanke. Krankheiten, schlechte Ernten und andere negative Ereignisse erklärte man sich mit Hexerei und Ketzerei. Auch die immer wachsende Selbstständigkeit von Frauen konnte nur wahres Teufelswerk sein. Um die alte Ordnung aufrecht zu erhalten und dem Teufel keine Chance zu lassen, verfolgte man später diese Hexen.
vgl. http://deutschland-im-mittelalter.de/Hexenverfolgung/Hexen
 

Hexenverfolgungen fanden in Mitteleuropa vor allem während der Frühen Neuzeit statt und sind aus globaler Perspektive bis in die Gegenwart verbreitet.

Grundlage für die gegenüber dem Mittelalter deutlich verstärkte massenhafte Verfolgung in einigen Regionen war ein anderer Umgang mit Magie. Das Hexenbild des späten Mittelalters sowie das der frühen Neuzeit war eine Konstruktion von Intellektuellen, die volkstümliche Zaubereitraditionen und -merkmale mit der Lehre vom Teufelspakt verband und zusammen mit den Straftatbeständen der Apostasie und der Häresie als „Superverbrechen“ verfolgte. Erst als einzelne Aspekte des Magieglaubens in das Strafrecht der frühmodernen Staaten übertragen wurden, kam es zur massenhaften Verfolgung.

Ein Interesse an der Verfolgung von Hexen beziehungsweise Deutungsmuster, die persönliches Unglück wie regionale Missernten und Krisen auf Magie zurückführten, war in breiten Bevölkerungskreisen vorhanden. Hexenverfolgungen wurden teilweise aktiv wie auch gegen den Willen der Obrigkeit eingefordert und praktiziert. Frauen stellten in Mitteleuropa die Mehrzahl der Opfer wie auch der Denunzianten von Hexerei und Hexen. In Nordeuropa waren Männer stärker betroffen.

 

Die weit verbreitete Meinung, Hexenverfolgungen seien hauptsächlich eine Erscheinung des Mittelalters gewesen, ist ebenso falsch wie die Meinung, die großen Wellen neuzeitlicher Hexenverfolgung seien vorrangig von der kirchlichen Inquisition angestrebt oder ausgeführt worden.

Die vorchristlichen Germanen kannten die Verbrennung von Schadenzauberern seit frühester Zeit. Im karolingischen Frühmittelalter gab es jedoch keine Hexenverfolgung. Karl der Große bestätigte durch das Gesetz den Beschluss des Konzils von Paderborn aus dem Jahr 785:

„Wer vom Teufel verblendet nach Weise der Heiden glaubt, es sei jemand eine Hexe und fresse Menschen, und diese Person deshalb verbrennt oder ihr Fleisch durch andere essen lässt, der soll mit dem Tode bestraft werden.“

 

Schauspiel: Hexenverbrennung zu Pirmasens 2014Schauspiel: Hexenverbrennung zu Pirmasens 2014Erste Verurteilungen von Hexen gab es im 13. Jahrhundert mit dem Aufkommen der Inquisition, wobei jedoch die Zielsetzung der Inquisition zu beachten ist: Zielten die in der Frühen Neuzeit dominierenden Hexenprozesse weltlicher Gerichte auf die Bestrafung vermeintlich Schuldiger ab, strebte die Inquisition die Umkehr und Rekonziliation der Beschuldigten an, was sich in der weniger häufigen Anwendung der Todesstrafe ausdrückte. Darüber hinaus war das Hauptaugenmerk der Inquisition nicht auf Hexen, sondern auf Häretiker gerichtet. Diese Priorität wird deutlich in der Anweisung Papst Alexanders IV. vom 20. Januar 1260 an die Inquisitoren, Hexen seien nicht aktiv zu verfolgen, sondern auf Anzeigen hin festzunehmen. Prozesse gegen Hexen sollten bei Zeitmangel zurückgestellt werden, die Bekämpfung von Häresien habe Vorrang. Die staatliche spanische Inquisition, gegründet im späten 15. Jahrhundert, lehnte Hexenverfolgung ausdrücklich ab. Die im 16. Jahrhundert folgende römische Inquisition schritt wiederholt gegen Hexenverfolgungen ein.

Moderne Hexenverfolgungen sind insbesondere in Afrika, Südostasien und Südamerika anzutreffen.

vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Hexenverfolgung

 

Woher der Begriff Hexe stammt, ist nicht eindeutig zu belegen. Es gibt verschiedene Theorien und Herleitungsansätze. Das altenglische Wort "haegtesse" stand beispielsweise für ein gespenstisches Wesen. Aber es gibt auch althochdeutsche Begriffe, die in Frage kommen. Hagzissa und hagazussa zum Beispiel. Daraus könnte man den ersten Teil "hag" ableiten, was so viel heißt wie "Zaun" oder "Hecke". Der zweite Teil "zissa" bzw. "zussa" könnte vom germanisch-norwegischem Wort "tysja" abstammen, was so was wie Elfe oder Geist bedeutet. Dementsprechend würde das Wort Hexe in etwa "auf oder in einer Hecke sitzender Geist" bedeuten.
Eine weitere Ableitungstheorie behält das Wort "hag" als Hecke bei. Demnach soll es ein Zeichen dafür sein, dass Hexen sehr naturverbunden und quasi eins mit der Natur sind. Demnach wäre es kein Geist, der in oder auf einer Hecke sitzt, sondern viel mehr ein Geist, der eins mit der Hecke ist - als metaphorische Darstellung.
vgl. http://deutschland-im-mittelalter.de/Hexenverfolgung/Hexen

 

Die ersten Belege für den deutschen Begriff „Hexe“ finden sich, wie Oliver Landolt zeigen konnte, in den Frevelbüchern der Stadt Schaffhausen aus dem späten 14. Jahrhundert. In Luzern erscheint der Begriff erstmals zwischen 1402 und 1419.
vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Hexenverfolgung
 
 
Dokumentationen zum Thema:
Hexenjagd im Namen Gottes        
 
 

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Tag der Menschenrechte

10. Dezember 2019

Fackelwanderung

in Fronte Beckers mit anschl. Umtrunk

&

Führungen im Gruselgang.

Infos: hier

Veranstalter:

Amnesty International Gruppe Germersheim

Lagertermine 2019

Speyer 26-28.April - Speyrer Geschichte(n)

Germersheim 15.-16.Juni - Festungsfest mit Gruselgang

Hockenheim 20.-23. Juni - Mittelaltermarkt

Büdingen 13./14. Juli - Mittelalterliches Stadtjubiläum

Haßloch 31.08.- 01.09. - Mittelaltermarkt

Trippstadt 21./22.Sept. - Mittelaltermarkt

10. Dezember, ab 18.00 Uhr  - Fackelwanderung + Gruselgang

Lagertermine 2020

☆ 11.-14. Juni - Germares Germersheim mit Gruselgang

16.-18. Okt. - Bettinger Mühle, Schmelz